Design Thinking, IdeaSpace & BizLab – so funktioniert Innovation bei Airbus

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Airbus Innovation

Für Dr. Markus Durstewitz, Head of Innovation Methods and Tools: Design Thinking bei Airbus bedeutet Innovation der Mix aus Offenheit (OPEN-UP), Geschwindigkeit (SPEED-UP) und Zusammenarbeit (TEAM-UP). Im Interview verrät Durstewitz, wie Airbus das Thema Innovation angeht.

Herr Durstewitz, Sie beschäftigen sich bei Airbus mit Innovationsmethoden und –Werkzeugen. Mit welchen?

Markus Durstewitz: Wir unterstützen unsere Innovatoren entlang des gesamten Innovationsprozesses, von der Idee bis zur Markteinführung. Dafür verwenden wir unterschiedliche Methoden für die einzelnen Phasen. Geht es zu Beginn eher darum rechtzeitig die tatsächlichen Herausforderungen und Potentiale für unsere Branche zu erkennen und Trends zu bewerten, ist dann viel Kreativität gefragt, um Ideen zu generieren und Geschwindigkeit, um die vielversprechendsten Konzepte über Prototypen schnell zu validieren. Am Ende liegt der Fokus auf der Industrialisierung und Kommerzialisierung neuer Produkte und Geschäftsmodelle, um damit am Markt erfolgreich zu sein.

Wie funktionieren diese? Können Sie mir dazu Beispiele nennen?

Durstewitz: Wir nutzen eine große Anzahl verschiedener Methoden, die in spezifischen Formaten gebündelt werden. Als Methodenbasis setzen wir unter anderem auf „Design Thinking“ mit besonderem Fokus auf den Nutzer. So zielen wir zum Beispiel mit einem SPRINT – ein Format, das auf 100 Tage beschränkt ist – darauf ab, die Problemstellung einzugrenzen und in der frühen Phase die besten Konzepte auszuwählen. Den Innovatoren steht ein komplettes Innovations-Ökosystem zur Verfügung: Räume für Kreativität, Räume für das schnelle Prototyping und Testen, und Räume für Projektteams, die im „Start-Up“ Modus zusammenarbeiten.

Maschinen, Unternehmen und Menschen sind miteinander vernetzt. Welche Rolle spielen Netzwerke, wenn es um Innovation geht?

Durstewitz: Netzwerke sind zum einen ein Treiber für Innovation – das vernetzte Unternehmen oder das Thema Industrie 4.0 sprechen für sich – andererseits ist Innovation selbst als Netzwerk organisiert. Gute Innovation lebt von der Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke und Partner. Darum nutzen wir eine spezielle Community Plattform namens IdeaSpace, um Ideen und die richtigen Leute, d.h. engagierte Mitarbeiter und Fachexperten, miteinander zu vernetzen. Außerhalb des Unternehmens gilt es, diese Art der Zusammenarbeit mit Kunden und/oder Zulieferern entlang der Wertschöpfungskette erfolgreich umzusetzen.

Arbeiten Sie bei Airbus mit Start-Ups zusammen und wie sieht die Kooperation aus?

Durstewitz: Ja, wir arbeiten mit Start-Ups zusammen. Zum einen gründen wir Start-Ups und unterstützen diese über unsere „Business Nursery“. Zum anderen schauen wir auch nach außen und identifizieren mit „Start-Up 2 Partner“ weltweit für Airbus relevante Start-Ups. Mit einem neuen Konzept, dem „BizLab“, versuchen wir Start-Ups und junge Unternehmer mit tollen Ideen rund ums Flugzeug und den Luftverkehr, den Weg zu Airbus und zur erfolgreichen Innovation zu ebnen. Solche BizLabs gibt es nun schon in Hamburg, Bangalore, und Toulouse. Außerdem haben wir über Airbus Ventures mit Sitz im Silicon Valley auch die Möglichkeit in Start-Ups direkt zu investieren.

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