Gehört die Zukunft den Wearables?

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Wearables - die Zukunft der Digitalisierung?

Laut dem Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC) entwickelt sich der Markt für Wearables weiterhin positiv. So stieg das weltweite Liefervolumen der intelligenten Begleiter im Jahr 2015 um stolze 163,6 Prozent, von 28,9 Millionen in 2014 auf nun 76,1 Mio. Einheiten an. Diese Zahl soll sich bis zum Jahr 2019 mehr als verdoppeln und bis zu 173,4 Millionen erreichen.

Dabei dominieren bisher simple Fitnesstracker einen Großteil des Wearables-Marktes, so IDC. Smart Wearables, zu denen beispielsweise Smartwatches zählen, machen momentan lediglich etwa ein Drittel des Liefervolumens aus. Smart Wearables werden jedoch, dank stetig fortschreitender Entwicklungen und verbesserten Features, die preisgünstigeren und weniger funktionalen Geräte zunehmend ersetzen.

Und die Sicherheit?

Die Frage ist jedoch, wie es mit der Sicherheit dieser Gadgets aussieht. In Zeiten, in denen sich der Bring-Your-Own-Device-Trend bei Anwendern andauernder Beliebtheit erfreut, entstehen mit neuen Entwicklungen wie Wearables neue Gefahren. Das, auf Datensicherheit spezialisierte Unternehmen Trend Micro, hat im August 2015 zusammen mit First Base Technologies die Tücken der neuen Technik anhand mehrerer Smartwatches untersucht.

In dem Test wurden die Smartwatches „Motorola 360“, „LG G Watch“, „Sony Smartwatch“, „Samsung Gear Live“, „ASUS Zen Watch“, „Apple Watch“ und „Pebble“ mit dem jeweils aktuellsten Betriebssystem ausgestattet und mit einem „iPhone 5“, einem „Motorola X“ und einem „Nexus 5“ verbunden.

Die Gadgets wurden auf physischen Schutz, Datenverbindungen und gespeicherte Informationen hin überprüft. Wie die Untersuchung zeigt, leiden die Smartwatches unter den gleichen Sicherheitsproblemen, die auch bei Smartphones auftreten.

Zwar wurden bei den meisten Geräten die Bluetooth- und WLAN-Verbindungen um komplexe Verschlüsselungsalgorithmen ergänzt, ein physischer Schutz vor Datenklau ist jedoch bei keinem der Geräte vorhanden. Sobald die Smartwatch gestohlen wird und der Passwort-Schutz nicht aktiviert ist, haben Diebe freien Zugang auf alle, auf dem Gerät gespeicherten Informationen und Daten.

Alle Smartwatches in der Untersuchung hatten lokale Kopien der Daten gespeichert, auf die selbst dann zugegriffen werden konnte, wenn sie sich außerhalb der Reichweite des gekoppelten Smartphones befanden.

Apple sicherer als Android

Allgemein hat die „Apple Watch“ bessere Sicherheitsfunktionen als ihre Android- oder Pebble-Konkurrenten: Als einziges Testgerät ermöglicht die „Apple Watch“ eine Fernlöschung der Daten, wenn die zulässige Zahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche überschritten ist.

„Unser Test hat gezeigt, dass sich Smartwatch-Hersteller eindeutig für die Bequemlichkeit auf Kosten der Sicherheit entschieden haben. Auf den ersten Blick sorgen nicht vorhandene Authentifizierungsfunktionen zwar für eine einfachere Bedienung – aber die Gefahr, dass persönliche oder gar unternehmenseigene Daten kompromittiert werden, ist einfach viel zu groß, als dass man sie ignorieren kann“, erklärt Udo Schneider, Pressesprecher vom Sicherheitsanbieter Trend Micro.