Iris Bohnet – Quantensprung: vom Schwimmbecken nach Harvard


Iris Bohnet begann ihre Karriere als Synchronschwimmerin. Heute ist Sie Autorin und Professorin an der Kennedy School of Government der Harvard Universität in Cambridge, Massachusetts. Die Konstante dabei: Sie ist in allem was sie tut sehr erfolgreich.  Als Synchronschwimmerin heimste sie Preise ein. An der renommierten Harvard University erhielt die sie nach nur acht Jahren Assistenzprofessur in Public Policy eine Lebensstelle. Ihr Thema: Entscheidungsfindung in Organisationen und Gesellschaft. Als Kämpferin gegen Stereotype, die Frauen bei Bewerbung und im Job häufig benachteiligen, hält sie Algorhythmen für weit menschlichere Personalentscheider, weil sie objektiv bewerten. „Ganz subjektiv“ haben wir sie gebeten, uns – ganz in der Tradition der berühmten „Questionnaires“ der Pariser Salons um die Jahrhundertwende – ein paar Fragen zu ihrer Person zu beantworten.

Der digitale Wandel erfasst alle Bereiche der Gesellschaft – blicken Sie optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft?

„Optimistisch.“

Welche technologische Entwicklung finden Sie derzeit am interessantesten und warum?

„Workforce Analytics. Das wird unser Personalwesen revolutionieren und zu besseren und faireren Entscheidungen führen, die wirklich auf Leistung basieren und nicht darauf, ob jemand „passt“.“

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

„Diejenigen, die zugegeben werden und für die man sich entschuldigt.“

Was motiviert Sie?

„Einen Beitrag zur Gleichberechtigung leisten zu können.“

Was möchten Sie im Rückblick über Ihr Berufsleben sagen können?

„Etwas verändert und einige Leute – Studierende, Mitarbeitende, Kolleginnen und Kollegen, Seminar – und Vortragsteilnehmende berührt und motiviert zu haben.“

Was ist Ihre liebste „Offline-Beschäftigung“?

„Tauchen und allgemein, alle Sportarten, bei denen man sich im Wasser aufhält. Ich war mal Synchronschwimmerin.“

Ihr Lieblingsplatz in der „realen“ Welt?

„Ein See, Meer, Fluss, Bergbach, Pool.“

An welchem Ort kommen Ihnen die besten Ideen?

„In der Badewanne.“

Wann haben Sie das letzte Mal einen Brief mit der Hand geschrieben? Ich schreibe Dankeskarten immer von Hand.

„Vor ein paar Tagen habe ich grad eine geschrieben.“

Welche Tätigkeit würden Sie sich gerne von einem Roboter abnehmen lassen?

„Die Spülmaschine ausräumen.“