Miriam Meckel – die Gastgeberin


Miriam Meckel ist eine Frau mit vielen Facetten. Jüngste Professorin Deutschlands, Moderatorin, Journalistin, Regierungssprecherin und Staatssekretärin Nordrheinwestfalens unter Wolfgang Clement und letzteres auch noch einmal unter Peer Steinbrück – das sind nur einige der Titel, die sie bis heute angehäuft hat. Dabei geht es der Kommunikationswissenschaftlerin immer um die Inhalte und nicht um Titel. Als Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen und Herausgeberin der Wirtschaftswoche interessiert sie sich besonders dafür, welche Auswirkungen die digitale Transformation auf uns Menschen und die Wirtschaft hat. So schuf sie mit der „Wiwo #dsuite17“ kurzerhand ihren eigenen „Digitalisierungssalon“. Dort treffen sich die Teilnehmer zwar noch „ganz analog“ persönlich, auf der Agenda stehen jedoch die bestimmenden Themen des digitalen Wandels: Künstliche Intelligenz, Cybersecurity und Digital Leadership.  Auch sie stand uns Rede und Antwort.

Der digitale Wandel erfasst alle Bereiche der Gesellschaft – blicken Sie optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft?

Absolut optimistisch, alles andere macht das Leben schwer. Kritische Fragen darf man an die Zukunft trotzdem stellen.

Welche technologische Entwicklung finden Sie derzeit am interessantesten und warum?

Alles rund um die Verbindung von Neurowissenschaften und Informatik. Die nächste Eroberungszone für den Fortschritt ist das Gehirn.

Nutzen Sie bereits künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen (z. B. Chatbots, Predicitve Analytics etc.)?

Wir haben im Rahmen eines Hackathons mal einen Chatbot namens Unaite entwickelt, der bei uns im Testlauf ist. Er beantwortet unseren Nutzerinnen und Nutzern Fragen zur Karriereplanung.

Welche Eigenschaften zeichnen einen „Digital Leader“ aus?

Zuhören, Ausprobieren, in Verbindungen statt in Grenzen denken.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Den der aus Begeisterung und Engagement entstanden ist.

Was motiviert Sie?

Keine Ahnung, bin einfach motiviert.

Was wollten Sie als Kind werden?

Chefin eines schönen großen Hotels.

Was ist online Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Derzeit Livestreaming in allen seinen Variationen auszuprobieren.

…und offline?

Klavierspielen.

Ihr Lieblingsplatz in der „realen“ Welt?

Marathon, Texas.

An welchem Ort kommen Ihnen die besten Ideen?

Beim Laufen.

Wann haben Sie das letzte Mal einen Brief mit der Hand geschrieben?

Gestern (ist echt wahr :-))

Benötigen Sie von Zeit zu Zeit eine Art „Digital Detox“? Wenn ja, was tun Sie dann?

In die Wüste fahren, da gibt’s eine herrliche Stille.

Welche Tätigkeit würden Sie sich gerne von einem Roboter abnehmen lassen?

Koffer ein- und auspacken.