Sascha Wolter: Wenn der Developer „Warum?“ fragt


Sascha Wolter Cognigy

Wenn Sascha Wolter (Lieblingsfarbe: Orange) nicht auf Hackathons und Maker Faires unterwegs ist, probiert er, so weit wie möglich von seiner eigentlichen Arbeit als Technology & UX Experte für Sprachassistenten und Chatbots bei Cognigy zu sein: dort erwischt ihn die Inspiriation. Außerdem vermutet Sascha Wolter, dass er ein anstrengender Vater ist, da er immer die neuesten Gadgets seines Nachwuchses ausprobieren will. Seine Kinder halten mittlerweile sogar selber Vorträge zu seinem Spezialthema Sprachassistenten.

Im Vorfeld der WirtschaftsWoche #dsuite18 haben wir den diesjährigen SpeakerInnen dreißig Fragen gestellt, die sich mal mehr und mal weniger um ihren digitalen, privaten oder beruflichen Alltag drehen. Die Interviewten suchen sich eine Handvoll Favoriten aus und verraten so mehr als nur den üblichen Lebenslauf über sich. Viel Spaß mit den DIGITAL DETAILS.

 

DIGITAL DETAILS mit Sascha Wolter (Technology & UX Experte für Sprachassistenten und Chatbots bei Cognigy)

Was wollten Sie als Kind werden und was machen Sie heute beruflich?

Sascha Wolter: Schon als kleiner Junge habe ich mich für Technologie begeistert und jede Woche kurz das Lego-Spielen unterbrochen, um begeistert den Müllleuten zuschauen zu können. Und dann noch die Klamotten in meiner Lieblingsfarbe Orange. Außerdem habe ich immer schon die Dinge hinterfragt und mich für Themen wie Kommunikation, Gestaltung und Psychologie interessiert. Letztendlich bin ich dann Informatiker mit dem Schwerpunkt Mensch-Maschine-Schnittstelle und dem Nebenfach Psychologie geworden. In meiner heutigen Rolle als Experte für Sprachassistenten und Chatbots profitiere ich von meiner Begeisterung für diese Fachgebiete und deren Kombination. Orange ist übrigens immer noch meine Lieblingsfarbe.

Blicken Sie eher optimistisch oder pessimistisch in die digitale Zukunft? Weshalb?

Sascha Wolter: Ich bin eher Technologie-Enthusiast aber mir meiner Verantwortung durchaus bewusst – gerade als jemand der die Zukunft mitgestaltet. Deshalb nutze ich neue Technologien auch privat, um die Chancen und Risiken am eigenen Leib zu erfahren – und ganz nebenbei auch neue Ideen zu entwickeln. Zusätzlich suche ich ständig das Gespräch mit anderen Menschen, um die Funktionsweise und den Nutzen zu vermitteln oder Bedenken zu verstehen. So trage ich hoffentlich meinen kleinen Teil zur digitalen Mündigkeit bei.

Deutschland und die Digitalisierung – zeichnen Sie eine helles, düsteres oder ein „Sowohl, als auch“-Zukunftsbild für die wirtschaftliche Entwicklung?

Sascha Wolter: Gerade im Bereich der digitalen Bildung sind wir als „Developer“ gefordert. Hier mit Programmierkursen oder IoT-Hackathons aktiv zu werden, macht sehr viel Spaß – gerade mit Kindern. Und wenn ich sehe, wie schnell meine Tochter und mein Sohn die Funktionsweise von Conversational AIs wie Amazon Alexa und Google Assistant durchdrungen haben, dann stimmt mich das zuversichtlich. Mittlerweile halten meine Kinder sogar selber Vorträge zum Thema und erklären Erwachsenen, wie man Ideen entwickelt und mit einem durchdachten Benutzererlebnis gute Sprachassistenten und Chatbots umsetzt.

Benötigen Sie von Zeit zu Zeit eine Art „digital Detox“? Wenn ja, was tun Sie dann? Was motiviert Sie?

Sascha Wolter: Ich flüchte mich regelmäßig in die analoge Welt und mache Sport. Ich liebe sportliches Wandern, Rad- und Skifahren. Draußen in der Natur bekomme ich den Kopf frei. Am schönsten ist es dabei natürlich, wenn ich diese Zeit mit meiner Familie verbringen kann. Denn letztendlich ist es auch meine Familie, die mich motiviert und inspiriert.

An welchem Ort kommen Ihnen die besten Ideen?

Sascha Wolter: Ich bin gerne bei Hackathons und Maker Faires – sowohl als Mentor und Sprecher als auch als Teilnehmer. Aber ich gehe auch gerne in Museen, besuche Ausstellungen und genieße Konzerte – je weiter weg es von meiner eigentlichen Arbeit ist, desto inspirierender. Und wenn meine Kinder mir von einem neuen Spiel oder einem neuen Gadget erzählen, dann gebe ich keine Ruhe, bis ich es nicht selber einmal ausprobiert habe. Vermutlich bin ich ein anstrengender Vater.

Welche technologische Entwicklung finden Sie derzeit am interessantesten und warum?

Sascha Wolter: Mir geht es darum das „Warum“ zu hinterfragen. Warum sollte jemand meine Idee nutzen und vielleicht sogar kaufen wollen? Neben dem geschäftlichen Nutzen ist das Benutzererlebnis, die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine essentiell. Und gerade hier hat sich in der letzten Zeit viel getan. Vom „Internet of Things“ bis hin zu „Machine Learning“. In diesem Zusammenhang ist die natürliche Kommunikation zwischen Mensch und Maschine, über geschriebene oder gesprochene Sprache, eine der interessantesten Weiterentwicklungen zum Nutzen des Anwenders. Und es macht sehr viel Spaß bei Cognigy an einer Conversational AI Plattform zu arbeiten, die dies auf einfache Art und Weise ermöglicht.