Tobias Haag: Grenzen überschreiten, andere Blickwinkel einnehmen


Tobias Haag Wysker

Tobias Haag muss sich keine absichtlichen digitalen Auszeiten nehmen: seine Kinder sorgen schon für genug Digital Detox. Was dem CEO und Gründer von wysker jedoch wichtig ist: Abstand, um mit einem anderen Blickwinkel auf Dinge zu schauen. Sehr interessant sind seine Leseempfehlungen.

Im Vorfeld der WirtschaftsWoche #dsuite18 haben wir den diesjährigen SpeakerInnen dreißig Fragen gestellt, die sich mal mehr und mal weniger um ihren digitalen, privaten oder beruflichen Alltag drehen. Die Interviewten suchen sich eine Handvoll Favoriten aus und verraten so mehr als nur den üblichen Lebenslauf über sich. Viel Spaß mit den DIGITAL DETAILS.

 

DIGITAL DETAILS mit Tobias Haag
(Tobias Haag, CEO & Founder von wysker)

Benötigen Sie von Zeit zu Zeit eine Art „digital Detox“? Wenn ja, was tun Sie dann?

Tobias Haag: Nein, das ist mir nicht so wichtig. Mit zwei kleinen Kindern hat man oft schon genug digital Detox 🙂

Würden Sie mit einem autonom gesteuerten Flugtaxi fliegen?

Tobias Haag:  Ja, auf jeden Fall. Der Unterschied zum Fliegen heute wäre ja gar nicht so groß. Piloten sind eh schon zu 90% der Zeit auf Autopilot unterwegs.

Welches war Ihr erstes digitales Gadget?

Tobias Haag: Ein Nintendo Game Boy.

Wohin sollte jeder einmal reisen?

Tobias Haag: Ich glaub der Ort ist nicht das Wichtige, sondern die Tatsache, bewusst eine Reise zu unternehmen und dabei seine eigenen Grenzen zu überschreiten. Neue Erfahrungen können überall gemacht werden.

Auf welchen digitalen Netzwerken sind Sie am liebsten unterwegs?

Tobias Haag: Eine Mischung aus allem. Sehr viel Reddit, eine Prise Instagram, etwas LinkedIn und immer noch Facebook.

Welches Buch zum Thema Digitalisierung können Sie empfehlen?

Tobias Haag: Meine absolute Empfehlung ist Who owns the Future von Jaron Lanier. Darüber hinaus Ready Player One von Ernest Cline. Beide hintereinander zu lesen ist eine super Mischung aus Philosophie und Science-Fiction mit sehr viel Bezug zur Realität.

An welchem Ort kommen Ihnen die besten Ideen?

Tobias Haag: Wenn ich ganz ehrlich bin, bei einer Zigarettenpause mit Handy in der Hand. Das sind die Momente wo ich kurz Abstand finde und mit einem anderen Blickwinkel auf Dinge schaue.

Was glauben Sie zeichnet eine Führungspersönlichkeit – insbesondere im digitalen Zeitalter – aus?

Tobias Haag: Eine Mischung aus starker Vision und dem Talent, Menschen durch Kommunikation und Empowerment zu motivieren und zu mobilisieren.

Erinnern Sie sich an eine berufliche Situation, aus der Sie besonders viel für Ihren weiteren Werdegang gelernt haben?

Tobias Haag: Definitiv meine Zeit bei Google. Für mich war dies eine extrem wertvolle Erfahrung, da ich in kürzester Zeit hunderte Geschäftsmodelle von Kunden im online Bereich kennenlernen durfte.

Welche Tätigkeit würden Sie sich liebend gerne von einem Roboter abnehmen lassen?

Tobias Haag: Meine privaten Social-Media-Accounts würde ich liebend gerne automatisieren.

Bei welchem Song wippen Sie – bewusst oder unbewusst – jedes Mal sofort mit?

Tobias Haag: Fresh Prince from Bel Air.